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AWO Saarland News

13.03.17 18:03 Alter: 47 Tage

„Ordentliche Sozialpolitik ist die Grundlage jeder demokratischen Gesellschaft“

Bei ihrer jüngsten Landeskonferenz hatte die AWO Forderungen an die Politik in Form von Wahlprüfsteinen aufgestellt. Diese hat sie jetzt erstmals in einer Podiumsveranstaltung mit Vertretern der Landtagsparteien diskutiert (siehe Foto). Dabei ging es besonders auch um Fragen der sozialen Gerechtigkeit und der Jugend- und Bildungspolitik. Die Standpunkte ihrer Parteien erläuterten in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen Eugen Roth (SPD), Marc Speicher (CDU), Barbara Spaniol (Linke), Klaus Kessler (Grüne) und Gerd Rainer Weber (Piraten) (siehe Foto). Allgemeine Zustimmung fand die Aussage des Gewerkschafters Roth, wonach „eine ordentliche Sozialpolitik die Grundlage jeder demokratischen Gesellschaft ist".

„Wir haben uns mit unseren Wahlprüfsteinen zu den Bundestags- und Landtagswahlen klar und eindeutig sozialpolitisch positioniert", sagte der AWO-Landesvorsitzende Marcel Dubois in seiner Begrüßung der Gäste. Die AWO Saarland fordere Investitionen in Ganztagsschulen, eine Entlastung von Familien und Alleinerziehenden und eine Bürgerversicherung, in der die Leistungen von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen zusammengeführt werden.

„Und wir fordern Investitionen für den ländlichen Raum und gemeinnützigen Wohnungsbau für die Städte" so Dubois weiter. „Wir fordern Entlastung für unsere Städte und Gemeinden, damit sie ihre Aufgaben der Daseinsvorsorge und der sozialen Gestaltung der Gemeinschaft nachkommen können. Darüber hinaus kämpfe die AWO gegen jedes weitere Absinken des Rentenniveaus und fordere dazu auf, endlich das Rentenniveau wieder zu verbessern. Dubois: „Man muss von seiner Lebensleistung im Alter menschenwürdig leben können".

Die nachfolgende Podiumsdiskussion unter der Moderation von Michael Klein, Chefredakteur des Pfälzischen Merkur, wurde ebenso engagiert wie sachlich geführt. Dabei traten die Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede der Landtagsparteien zutage. „Die Diskussion war spannend, konstruktiv und aufschlussreich - ganz so, wie wir uns das gewünscht hatten", zog Marcel Dubois anschließend Bilanz. „Jeder konnte sich ein gutes Bild davon machen, welche Positionen die Parteien zu unseren Forderungen einnehmen und hat damit eine gute Grundlage für seine ganz persönliche Wahlentscheidung am 26. März".