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AWO Saarland News

17.06.2009 17:19 Alter: 5 yrs

Drei Tage lang gefeiert

Von: (mpr).

Seniorenzentrum Ludweiler beging sein 30-jÀhriges JubilÀum

Zahlreiche GĂ€ste gaben sich beim Festkommers ein Stelldichein.

Ludweiler. Der Renner war die „Grumbeersupp“, eine deftige Kartoffelsuppe, zubereitet nach einem Originalrezept der Arbeiterwohlfahrt. Zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 30-jĂ€hrigen Bestehen des AWO-Seniorenzentrums Ludweiler waren alle Einwohner sowie die benachbarten Ortsvereine zu einer „SuppenkĂŒche Ă  la Marie Juchacz“ eingeladen. Mit großer Resonanz: 300 GĂ€ste waren gekommen, um die historische Armenspeisung zu kosten.

Denn auch die Idee der SuppenkĂŒche feiert in diesem Jahr JubilĂ€um. AWO-BegrĂŒnderin Marie Juchacz hatte vor 90 Jahren damit begonnen, in den ersten SuppenkĂŒchen und WĂ€rmestuben die große Not zu lindern, die nach dem Ersten Weltkrieg in weiten Kreisen herrschte. Und so wollte man in Ludweiler auch an die real existierende Armut vieler Menschen erinnern, wie Verwaltungschef Wolfgang Hermann erlĂ€uterte.

Drei Tage lang haben Bewohner, Mitarbeiter und weit ĂŒber 2500 GĂ€ste das JubilĂ€um des Seniorenzentrums Ludweiler gefeiert. Es sei bereits bei seiner Eröffnung 1979 eine des modernsten Einrichtungen im Land gewesen, beispielsweise durch das Konzept von differenzierten Abteilungen und dem Angebot des betreuten Wohnens, erinnerte sich AWO-Landesvorsitzender Paul Quirin beim Festkommers. Es sei auch durchaus gelungen, die ModernitĂ€t beizubehalten. Die „herausfordernde Architektur“ der damaligen Zeit habe man erfolgreich abmildern können, nicht zuletzt durch eine umfangreiche Modernisierung und Neugestaltung.

Stand das Seniorenzentrum vor 30 Jahren noch dem Trend gemĂ€ĂŸ auf der grĂŒnen Wiese, sei heute der Ort um das Haus herum gewachsen und das Haus bilde einen „aktiven Mittelpunkt“, der aus Ludweiler nicht mehr wegzudenken sei. Die Öffnung nach innen und nach außen sei mehr als gelungen, von der Partnerschaft mit der Ludweiler Gesamtschule bis hin zu den Kinotagen im Seniorenzentrum. Den 130 Mitarbeitern im Haus dankte Quirin fĂŒr ihr stetes BemĂŒhen um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bewohner. An die Politik gewandt erneuerte Quirin seine Forderung nach mehr Personal und weniger BĂŒrokratie.

Ein großes Lob kam von BĂŒrgermeister Wolfgang Binz. „Sie haben neue MaßstĂ€be im Bereich der Seniorenwohnheime gesetzt.“ Das Seniorenzentrum biete ein neues Zuhause an, in dem UnabhĂ€ngigkeit und SelbststĂ€ndigkeit gewahrt werden können. Lob auch vom Schirmherrn Peter Gillo. „Ich sehe hier ein Seniorenzentrum dessen engagierte Mitarbeiter die Bewohner nicht nur pflegen, sondern ihnen auch viel Freude ins Leben bringen“, so der SPD-Landtagsabgeordnete. Gillo forderte eine Verbesserung der PflegeschlĂŒssel in den Bereichen der Pflege, der Sozialbetreuung und der Ergotherapie, eine Notwendigkeit, die auch Verwaltungsdirektor Hermann nochmals unterstrich.

Musikalisch umrahmt wurde der Festkommers vom Schulorchester der Geislauterner Schlossparkschule. Viel Applaus von den Festzeltbesuchern gab es auch fĂŒr den unterhaltsamen Auftritt von Schorsch Seitz.

Am Sonntag gab es einen Gottesdienst, der gemeinsam mit SchĂŒlern der Ludweiler Gesamtschule gestaltet wurde. Bei schönstem Sommerwetter herrschte danach ein buntes Treiben rund ums Haus mit vielen Angeboten fĂŒr Alt und Jung. Mitwirkende im Programm waren die kulturellen Vereine aus Ludweiler, die Gesamtschule und natĂŒrlich die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses. Nach dem viel bejubelten Auftritt von „al dente“ am Abend erhellte dann ein großes Feuerwerk den Himmel.