Die Sparbeschlüsse der Bundesregierung sind unsozial und belasten einseitig Geringverdiener und hilfebedürftige Bürger.
Die AWO fordert eine gerechte Verteilung der Lasten!
Der Sozialstaat wird mehr und mehr ausgehöhlt. Von den 80 Milliarden Euro, die im Bundeshaushalt bis 2013 eingespart werden sollen, sollen 40% im sozialen Bereich gekürzt werden. Dagegen kommt der Bankensektor als Krisenverursacher mit nur 2 Milliarden Euro sehr glimpflich davon. Die Schere zwischen Arm und Reich geht in unserem Land immer weiter auseinander!
Suppenküchen, Sozialkaufhäuser, Tafeln: ist das unsere Zukunft?
Die AWO hilft, wo sie kann, und das seit mehr als 90 Jahren. Nach dem 1. Weltkrieg wurde mit Suppenküchen und Nähstuben der größten Not begegnet. Wollen wir da wieder hin?

Die AWO ist der festen Überzeugung, dass nur ein intakter, handlungsfähiger und ausgleichender Sozialstaat die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und unserer Demokratie sichert.
Unsere Forderungen:
Gerechte Verteilung der Lasten!
Starke Schultern müssen mehr tragen als Schwache. Die AWO fordert die Erhöhung des Spitzensteuersatzes und Wiedereinführung der Vermögenssteuer.
Erhalt des solidarisch und paritätisch finanzierten
Gesundheitssystems!
Die einseitige Verlagerung der Kostensteigerung auf die ArbeitnehmerInnen muss zurückgenommen werden! Die AWO fordert die Bürgerversicherung, in die alle einzahlen. Die Zusatzbeiträge sind zu streichen.
Erhalt der Rentengarantie, Wegfall der Rente mit 67!
Die AWO wehrt sich gegen die Plünderung der Rentenkassen und die Kürzung der Rente auf Armutsniveau. Die Rente mit 67 als schlecht getarnte Rentenkürzung muss zurückgenommen werden!
Mindestlohn garantieren- Tariflöhne stärken!
Wer arbeitet, muss davon leben können. Lohnarmut bewirkt Kinderarmut und mündet in späterer Altersarmut. Die AWO fordert den gesetzlichen Mindestlohn als Lohnuntergrenze und eine Stärkung der Tariflöhne.
Gute Bildungschancen von Anfang an!
- Die AWO fordert kostenfreie Bildung von Anfang an: qualitativ gute, verlässliche Kinderbetreuung, individuelle Förderung jedes Kindes, um die Vererbung von Armutskarrieren zu durchbrechen

- Kostenloses schulisches Mittagessen, umfassende kostenfreie Bereitstellung von schulischer Förderung und sportlichen und musischen Freizeitangeboten- für alle Kinder, ohne Bürokratie
- Ganztagsschulen mit Unterstützung durch Schulsozialarbeit. Kein Jugendlicher darf die Schule ohne Abschluss verlassen. Der Übergang Schule- Beruf muss verbessert und gestaltet werden. So gewinnen wir die Fachkräfte der Zukunft, die wir dringend benötigen, und beugen Altersarmut vor.
Existenzsichernde Grundsicherung und Eingliederung bei
Erwerbslosigkeit!
- Die Grundsicherung für Arbeitssuchende ist für viele von uns zur Bedrohung geworden: vor sozialem Abstieg, Ausgrenzung und Armut. Die AWO fordert die Rücknahme der Kürzungen im ALG II!
- Die Regelsätze müssen eine menschenwürdige Existenz sichern!
- Der Rentenzuschuss im SGB II vermeidet Altersarmut und ist zu erhalten!
- Die Maßnahmen zur Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt sind zu stärken statt pauschal zu kürzen! Die Menschen sind auf Augenhöhe zu beteiligen!
- Das Elterngeld gibt Kindern Chancen und ist als familienpolitische Maßnahme zu erhalten!
- Der Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger muss erhalten bleiben!
Deshalb fordert die AWO:
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf einem öffentlich geförderten Arbeitsmarkt! Erhöhung des Spitzensteuersatzes und Wiedereinführung der Vermögenssteuer!
Flyer zum Download als pdf