31 Aug. Benefizabend stärkt AWO-Saarland-Stiftung: Schnelle Hilfe für benachteiligte Menschen
Es ist ein guter Brauch, einmal im Jahr mit einer Spendengala für die AWO Saarland Stiftung neue Mittel zu generieren und der festliche Abend im Saarrondo hatte genau dieses Ziel. Der Verein Zweite Chance Saar brachte junge Musiker*innen auf die Bühne, Zauberer Kalibo moderierte und die Tanzschule Bootz-Ohlmann unterhielt die Gäste mit ihrer Showtanzgruppe.
Alle Eintrittsgelder und Spenden blieben bei der Stiftung und werden für das Stipendien-Angebot für benachteiligte Studierende der Sozialwissenschaften an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw) in Saarbrücken verwendet. Sozialminister Magnus Jung nahm am Benefizabend teil und zusammen mit dem neuen Stiftungsratsvorsitzenden Peter Gillo und den AWO-Landesgeschäftsführern Jürgen Nieser und Andreas Jodko wurde die Arbeit der Stiftung in Diskussionsrunden vorgestellt. Aus der Praxis beteiligten sich Silke Stäcker, die Einrichtungsleiterin der Malstatter Sozialraumbüros und die AWO-Stipendiatin Nathalie Mandernach an diesen Runden. So erfuhren die Gäste im ausverkauften Saarrondo aus erster Hand, wie die Stiftung arbeitet und wie sie sich in der Wohnungslosenhilfe und bei Menschen in akuten sozialen Notlagen engagiert.
„Wir helfen unbürokratisch und schnell, ohne lange Formulare und Prüfungen leisten wir dort Soforthilfen, wo schnell etwas zu regeln ist“, erklärte der AWO-Landesvorsitzende Marcel Dubois den hohen Wert der Stiftung. „Es geht uns um ein besseres Miteinander im Saarland. Wir wollen Menschen mit konkreter Hilfe Zuversicht geben. In einer Demokratie, in der Hass und Neid den sozialen Frieden gefährden, ist der soziale Staat kein Luxus. Wir bei der AWO sehen den Notstand der Menschen und wir helfen“, fügte er hinzu. Als Beispiele nannte er Hilfen für Frauen in den Frauenhäusern, schnelle Hilfen für finanziell benachteiligte Familien und Kinder oder die AWO-Förderstipendien. Seit 2009 wurden über 5800 Einzelfallhilfen geleistet und fast eine Million Euro ausgeschüttet.
Studentin Nathalie Mandernach berichtete offen darüber, wie ihr das Stipendium als alleinerziehender Mutter das Studium ermöglichte, Silke Stäcker erzählte von Einzelfällen in der Sozialen Beratung, wo sie mit den AWO-Einzelfallhilfen mit einer schnellen Reparatur oder Anschaffungen für den Schulunterricht Alltagssorgen von Menschen in Armut lindern können. Die Bildungsförderung ermöglicht Klassenfahrten, Projektteilnahmen und hilft Kindern gegen Ausgrenzung und Benachteiligung. Am Stiftungsabend zeichnete Peter Gillo als Vorsitzender des Stiftungsrats ein Video auf. Darin betonte der ehemalige Saarbrücker Regionalverbandsdirektor das, was die Besonderheit der Stiftung ist: die schnelle Möglichkeit für die Teams in der sozialen Beratung, ihre Klienten unterstützen zu können, wenn es im Alltag brennt. Ohne Bürokratie und mit kürzester Reaktionszeit. Keine Arbeitsagentur und kein Sozialamt könnten diese Lücke schließen, wenn es die Stiftung nicht gäbe.







