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Empfang und Konferenz der AWO-Landes- und Bezirksvorsitzenden im Saarland

Empfang und Konferenz der AWO-Landes- und Bezirksvorsitzenden im Saarland

Im Rahmen ihrer Tagung wurden die Landes- und Bezirksvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Freitag von Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger in der Staatskanzlei in Saarbrücken empfangen. In ihrer Ansprache betonte Rehlinger die große Bedeutung des Sozialstaats und machte deutlich, dass dieser nie infrage gestellt werden dürfe. Sie unterstrich ihre persönliche Verbundenheit mit der AWO: „Ich bin selbst Mitglied der AWO und spreche heute zu Freunden“, so die Ministerpräsidentin.

Auch die Präsidentin des AWO-Bundesverbandes, Dr. Kathrin Sonnenholzner, wandte sich an die Teilnehmenden. Sie mahnte an, dass soziale Leistungen auskömmlich finanziert werden müssten und Sozialverbände keine Eigenanteile bei Leistungen verlangen dürften. Eine stabile Finanzierung sei Grundvoraussetzung für eine funktionierende soziale Infrastruktur.

Der saarländische AWO-Landesvorsitzende Marcel Dubois appellierte in seinem Beitrag an die Politik, pragmatisch zu handeln: „Wir müssen streiten, aber dürfen nicht zänken. Die Suche nach Kompromissen muss der Weg sein. Dabei brauchen wir wieder eine Vision für unsere Gesellschaft – unter Beibehaltung unserer grundsätzlichen Werte“, betonte Dubois.

Im weiteren Verlauf der Konferenz tauschten sich die AWO-Vertreterinnen und -Vertreter in der Landesgeschäftsstelle mit Saarlands Gesundheits- und Sozialminister Dr. Magnus Jung (SPD) aus. Jung sprach sich klar für die Bedeutung der Freien Wohlfahrtspflege aus: „Ich bin dafür, mit der gemeinnützigen Wohlfahrtspflege zu arbeiten, denn der Staat würde sich hoffnungslos überfordern, wenn er alles selbst machen wollte. Der Pluralismus in der Wohlfahrtspflege ist wichtig. Der ehrenamtliche Unterbau garantiert die demokratische Verfasstheit der Verbände und verankert sie in der Gesellschaft.“ Er ermutigte die AWO ausdrücklich, ihre sozialanwaltliche Rolle weiterhin engagiert wahrzunehmen.

An der Aussprache nahmen neben Dr. Kathrin Sonnenholzner auch der AWO-Bundesvorstand Dr. Marvin Deversi teil.