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Gewaltschutz-Expert*innen der AWO tagten in Saarbrücken

Gewaltschutz-Expert*innen der AWO tagten in Saarbrücken

Expert*innen der AWO aus dem gesamten Bundesgebiet trafen sich im Saarbrücker Frauenhaus und tauschten sich fachlich aus.

Der AWO-Koordinierungskreis „Hilfesystem für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder“ blickte dabei hinter der Kulissen der koordinierten Arbeit des Arbeitsfeldes Frauenhäuser und Gewaltschutz im Saarland, lernte sich kennen, tauschte sich aus und diskutierte. Das Gremium tagt zweimal jährlich und wird von Sina Küster, Referentin für Frauen und Gleichstellung beim AWO-Bundesverband, geleitet.

Vertreten waren Fachkolleg*innen aus den AWO-Verbänden in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Berlin und dem Saarland.

Präsentiert wurden die Strukturen und die Arbeitsweise der saarländischen Frauenhäuser der AWO sowie der Fachstelle „Perspektive“, die sich der Täterarbeit widmet. In Bezug auf die Frauenhäuser lag der Fokus insbesondere auf dem in der einheitlichen Trägerschaft der AWO-Saarland entwickelten, koordinierten Hilfesystem, was bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.

Das Interesse und der fachliche Austausch richtete sich hier auf Informationen zur landesweit abgestimmten Belegsteuerung, zu den einheitlichen Aufnahmestandards sowie dem etablierten fachlichen Vorgehen in Clearingprozessen, der Gefährdungseinschätzung und Sicherheitsberatung. Alle Frauenhäuser im Saarland sind ausnahmslos in Trägerschaft der AWO und bieten damit ideale Voraussetzung für eine effektive Vernetzung.

Weitere Tagesordnungspunkte betrafen die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes im Saarland und anderen Bundesländern sowie die Aktualisierung der AWO-Norm Frauenhäuser. Beraten wurde sich zudem über das Thema „Schutzkonzepte in der Antigewaltarbeit mit Fokus auf Mitarbeiter*innen“. Ergänzend wurden Inhalte zu den Beschlüssen der AWO-Bundeskonferenz und Berichte von Bundes- und Landesebene vermittelt. Die Runde besichtigte den neuen Standort in Saarbrücken und das dort umgesetzte Appartement-Wohnen Konzept.

„Die gewonnenen Impulse sollen die Weiterentwicklung der Strukturen in anderen Bundesländern – insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung des neuen Gewalthilfegesetzes – unterstützen“, sagte Mascha Nunold, die Bereichsleiterin der Saarländischen Frauenhäuser in der AWO, die sich über viele anerkennenden Worte der Fachkolleg*innen freute.