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StrickALARM gegen Altersarmut im Saarland


StrickALARM der AWO Saarland

AWO Saarland StrickALARM, gemeinsam stricken

Etliche Wochen lang haben Mitglieder, Mitarbeiter und Freunde der AWO an wärmenden Schals gegen soziale Kälte gestrickt.
1.600 laufende Meter Schal sind bei dieser ehrenamtlichen „StrickALARM"-Aktion gegen Altersarmut zusammengekommen.

Diesen längsten Schal des Saarlandes haben wir Anfang Dezember in einer großen Aktion von der saarländischen Staatskanzlei quer durch Saarbrücken bis hin zum Landtag geschlungen.

Der AWO-Landesvorsitzende Marcel Dubois überreichte jeweils unsere Forderungen zur Bekämpfung der Altersarmut und natürlich auch einen Schal an verschiedene Vertreter der Politik.

Aktion StrickALARM vor der Staatskanzlei des SaarlandesAn Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer vor der Staatskanzlei in Saarbrücken, an Regionalverbandsdirektor Peter Gillo vor dessen Amtssitz im Saarbrücker Schloss und an die Landtagsabgeordneten Elke Eder-Hippler, Klaus Meiser und Eugen Roth vor dem Landtag des Saarlandes.

Ein großes Dankeschön gilt außer unseren fleißigen Strickerinnen auch allen Helferinnen und Helfern, die hunderte Meter Schal zusammengeknüpft haben und bei der Aktion „StrickALARM" trotz klirrender Kälte dabei waren.
Ein dickes Dankeschön auch den Freundinnen und Freunden der IG Metall Vertrauensleute Saarstahl, die unsere Demo in Saarbrücken unterstützt haben.

Nach der Aktion und auch an unserem Stand auf dem Neunkircher Weihnachtsmarkt,konnte jeder für einen Betrag von 10 Euro einen der „Strick-ALARM"-Schals erwerben. Der Erlös geht zu 100% an die Notschlafstelle Saarbrücken.


Die Entwicklung der Armutsgefährdung 2005 - 2015

 

Hier die Entwicklung der Armutsgefährung für Rentnerinnen und Rentner in Saarland im Vergleich zur Bundesrepublik von 2005-2015

Entwicklung der Armutsgefaehrdungsquoten

(Quelle: Arbeitskammer des Saarlandes)

 

Die Forderungen


Die AWO fordert:

  • StrickALARM gegen Altersarmuteinen Kurswechsel hin zur Rückkehr einer leistungsfähigen und sicheren gesetzlichen Rente. Die gesetzliche Rentenversicherung sollte alle Erwerbstätigen einbeziehen. Nur so kann das Solidarprinzip funktionieren.
  • Wer langjährig arbeitet, soll davon auch leben können - und zwar besser, als jemand, der dies nicht getan hat. Dazu gehört für uns auch die bessere Anerkennung von Zeiten der Kindererziehung und der Pflege Angehöriger. Auch das ist Arbeit - und zwar ganz ohne Feierabend und Wochenende.

Es gab in den vergangenen Jahren kleinere Korrekturen in der Rentenpolitik, am allgemeinen Trend und an der grundsätzlichen Problematik hat sich nichts geändert.

 

Altersrenten der Rentenneuzugaenge 2015 im Saarland

(Quelle: Arbeitskammer des Saarlandes)

 

Altersarmut vor Ort


Die AWO Saarland hat Daten zur Altersarmut in den Kommunen zusammengestellt und festgestellt, dass es zwar einen gemeinsamen saarländischen Trend gibt, die Kommunen aber doch auch Unterschiede aufweisen.

Die allgemeine Ausgangslage ist leider eine negative:

Der Strukturwandel und damit einhergehende Arbeitslosigkeit, die Zunahme prekärer Beschäftigung und die weiterhin niedrige Frauenerwerbsbeteiligung betreffen uns alle.

Um aber auch einige Unterschiede deutlich zu machen:

  • StrickALARM gegen Altersarmut im SaarlandWährend 2015 im Regionalverband 5,6 Prozent der alten Menschen Grundsicherung bezogen, lag die Quote im Saarpfalzkreis „nur“ bei 2,5 Prozent.
  • Die Landkreise Merzig-Wadern und St. Wendel sind zum Beispiel durch eine extrem hohe Wohneigentumsquote von 75 Prozent geprägt.
  • In Neunkirchen ist mit dem deutlichsten Bevölkerungsrückgang von über 10 Prozent bis 2030 zu rechnen.
  • In Saarlouis ist der Abstand zwischen Frauen und Männern beim Bezug von Grundsicherung relativ gering.

Lösungen müssen dringend gefunden werden, dies zeigt auch der massive Anstieg der Ausgaben für die Hilfe zur Pflege.

Altersarmut ist nicht ausschließlich ein bundespolitisches Thema:

Die Auswirkungen der Armut schlagen ganz konkret vor Ort auf. Die saarländischen Kommunen müssen sich zunehmend gegen Altersarmut wappnen. Armut ist mehr als nur der Mangel an Geld. Armut geht meist mit dem Ausschluss aus dem sozialen Leben einher, mit Krankheit, mangelndem Zugang zu Kultur, Bildung und zahlreichen Folgen.
Es gibt also kommunalpolitische Spielräume, um Altersarmut zu bekämpfen.

StrickALARM gegen Altersarmut im SaarlandDie AWO Saarland möchte als Mitgliederverband mit den Kommunen in Dialog treten, um genau zu beleuchten, wie die Situation vor Ort ist und wie man Altersarmut auch kommunalpolitisch entgegentreten kann.

Ziele der kommunalpolitischen Aktivitäten sind:

  • eine regelmäßige regionale oder lokale Sozialberichterstattung, wie sie in Nordrhein-Westfalen in zahlreichen Kommunen erfolgreich praktiziert wird
  • Strategien und Ziele mit präventiven und akuten Maßnahmen gegen Altersarmut, um Betroffenen unmittelbar zu helfen (z. B. mobile Beratungsangebote, Kleiderkammern, Tafeln, Begleitservice, Ermäßigungen im Öffentlichen Personennahverkehr und im Kulturangebot, Finanzierungsangebote mit der lokalen Wirtschaft für Barrierefreiheit, Ambient Assisted Living)

 

StrickALARM gegen Altersarmut Motiv

 

 

Hilfe für Betroffene

 

StrickALARM gegen Altersarmut im SaarlandFür von Armut bedrohte oder betroffene Menschen gibt es zur Unterstützung staatliche Leistungen. Welche Hilfen für Sie möglich sind, erfahren Sie bei den Landkreisen bzw. im Regionalverband Saarbrücken.

 

StrickALARM gegen Altersarmut im SaarlandAls Anspruchsberechtigte/ Anspruchberechtigter sollten Sie Ihre Ansprüche auf Wohngeld oder Grundsicherung im Alter prüfen lassen.

Unterstützungen im Rahmen des Sozialgesetzbuches und hinreichende Informationen sind Ihr gutes Recht.
Irrtümer, wie z. B. das Einbringen eines angemessenen Hausgrundstückes in die Berechnungen, können so frühzeitig vermieden werden.
Auch auf Kinder wird grundsätzlich kein Rückgriff genommen.


Die Deutsche Rentenversicherung Saarland erreichen Sie wie folgt:

Deutsche Rentenversicherung Saarland
Kostenloses Servicetelefon 0800 1000 480 17
Martin-Luther-Straße 2 - 4
66111 Saarbrücken
Telefon 0681 3093-0
Telefax 0681 3093-199

 

 

Hier finden sie die Öffnungszeiten und Adressen der Kleiderkammern der AWO Saarland:

AWO Saarland Fair-Kaufhaus LebachAWO-FairKaufhaus Lebach (benötigt werden aktuell v.a. Spielsachen, Stofftiere, Kindersachen)
Am Markt 8
66822 Lebach
Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr
samstags 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Tel. 06881/9624870

Kleiderkammer Dudweiler
Gärtnerstraße 1
66125 Saarbrücken
Tel. 06897/767269
Kleiderannahme: Mo.-Do. 7.00-13.00 Uhr
Kleiderverkauf Mo.+Di. 15.00-17.00 Uhr

Kleiderkammer im Mathildenstift
Elversberger Straße 53
66386 St. Ingbert
Tel. 06894/36847 (privat)AWO Saarland Fair-Kaufhaus Lebach
Donnerstags: 13.00-16.00 Uhr,
Mittwochs nur für Kunden mit Tafelausweis von 15.00-17.00 Uhr

Kleiderkammer Saarlouis
Prälat-Subtil-Ring 3a
66740 Saarlouis
Tel. 06831/1272830
Kleiderannahme: Mo.-Fr. 8.30-16.00 Uhr
Kleiderverkauf: Di.-Do. 9.30-16.00 Uhr

Kleiderkammer & Möbelbörse
Quierschied
Holzer Straße 3
66287 Quierschied
Tel. 06897/600250
Mo.-Fr. 9.00-12.00 Uhr und
Mo., Di., Do. 14.30-17.30 Uhr

Kleiderbörse Honzrath
Am Kollesborn 1
66701 Beckingen
Tel. 06835/6566
Kleiderannahme: Mo.-Fr. 8.00-12.00 Uhr
Kleiderverkauf: Mo-Do. 9.00-12.00 Uhr und 14.30-17.00 Uhr

Kleiderkammer des AWO Ortsvereins Riegelsberg-Walpershofen
Saarbrücker Str. 23
66292 Riegelsberg
Tel. 06806-45951 (Margot Wendel)
Öffnungszeiten Montags 14.00 – 16.00 Uhr

 

Hier finden Sie die Liste der Liga der freien Wohlfahrtspflege Saar mit Adressen und Telefonnummern aller saarländischen Kleiderkammern, Möbelbörsen und Sozialkaufhäuser. Download als pdf-Datei (145 kb)

 

 

Hier finden Sie einige der schönsten Fotos der Aktion "StrickALARM" der AWO Saarland:

Hier erhalten Sie Beratung und Hilfe


AWO-Sozialberatung

(Grundsicherung im Alter, Wohngeld
und andere Hilfen)
Oliver-Marc Bungert
Leiter Offene Soziale Arbeit
Tel.: 0681 58605154

AWO-Schuldnerberatung

Zentrum für Beratung Saarlouis
Tel.: 06831 94690

AWO zu Hause

(Hilfe zur Pflege)
Ambulante Pflege, Hauswirtschaft und
andere Leistungen für Senioren
Tel.: 0681 709510

Verbraucherzentrale des Saarlandes

(Fragen zur Altersvorsorge)
Tel.: 0681 500890

Deutsche Rentenversicherung

(alle Fragen rund um Rente und Grundsicherung)
Tel.: 0681 30930