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AWO Saarland News

Mittwoch, 06. Mai 2020

Vorbildlich: AWO-Berufsbildungsbereich macht Fernunterricht

Sie organisieren den Fernunterricht (v.l.n.r.): Heike Guzzo, Thomas Hower, Julia Zimmer und Anne Grundhöfer.

Eine solche Kiste voll mit Arbeitsblättern und handwerklichem Material erhält jeder Teilnehmer wöchentlich.

Eines der Arbeitsblätter.

Jede Kiste wir individuell gepackt.

Werkstätten, in denen Menschen mit Behinderungen arbeiten oder geschult werden, sind wegen der Corona-Pandemie vorläufig geschlossen. Seit 18. März gilt ein so genanntes Betretungsverbot auch für die Werkstätten der AWO im Saarland. Die Betroffenen müssen zu Hause oder in ihren Wohnheimen betreut werden - eine große Herausforderung. Das gilt auch für den Berufsbildungsbereich (BBB) der AWO in Dillingen. Er bereitet Menschen mit Behinderungen auf geeignete Tätigkeiten in der Werkstatt oder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vor. Aktuell geschieht dies in Fernunterricht. 20 Menschen im Alter zwischen 18 und 52 Jahren nehmen daran teil.

Für die Teilnehmer geht es dabei um die berufliche Qualifikation oder die Prüfung ihrer beruflichen Einsatzmöglichkeiten. Um den Fortgang sicherzustellen haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BBB aus der Not eine Tugend gemacht und zeigen reichlich Improvisationskunst. Wöchentlich bekommt jeder Teilnehmer von ihnen ein passgenau zugeschnittenes Bildungspaket mit Arbeitsblättern zu Sprache, Mathematik, Konzentration, Ausdauer oder Sozialkompetenz sowie handwerkliches Material und Bauanleitungen zu verschiedenen Projekten oder Werkstücken. Seit dem Start wurden mehr als 100 Lernpakete verschickt.

Die Teilnehmer schicken ihre Arbeitsergebnisse per Foto an die AWO-Mitarbeiter zurück, anschließend werden die Dinge gemeinsam besprochen. Darüber hinaus werden die Teilnehmer täglich individuell per Telefon oder WhatsApp betreut - insgesamt eine wirklich vorbildliche Sache!