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AWO Saarland News

Mittwoch, 17. Juni 2020

Besuchsregeln in den Wohnformen der Eingliederungshilfe

In den besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe sind Ausnahmen vom Besuchsverbot wieder möglich

Bewohner der sogenannten »Besonderen Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen« dürfen wieder Besuch empfangen. Allerdings in stark eingeschränktem Rahmen.

Dies hat das saarländische Gesundheitsministerium mitgeteilt. Die Ausnahmen vom Besuchsverbot gelten derzeit für das engste soziale Umfeld. Dazu zählen gesetzliche Betreuer*innen, Ehegatten, Lebenspartner*innen, Partner*innen einer nicht ehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie und Geschwister. Bei Minderjährigen Bewohner*innen gehören auch die Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam zum engen sozialen Umfeld, sowie eine weitere fest benannten Person.

Pro Bewohner*in ist täglich ein Besuch möglich.

Durch die Ausnahmeregelungen beim Besuchsverbot versucht man der sozialen Isolation der Bewohner entgegenwirken. Andererseits muss Bewohnern und Bewohnerinnen, wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern größtmöglicher Schutz geboten werden.

Deshalb bitten wir Folgendes zu beachten:

Um die Besuchstermine vor Ort zu koordinieren, sollten diese vorab mit den Einrichtungen vereinbart werden. Dabei werden natürlich die Wünsche und Belange der Bewohner*innen berücksichtigt.

Ohne eine vorherige Terminvereinbarung darf die Einrichtung nicht betreten werden.

Besucher*innen mit den Symptomen einer Atemwegserkrankung oder mit Fieber dürfen die Einrichtungen zum Schutz der Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen nicht betreten.
Bewohner*innen mit bestätigter COVID-19-Erkrankung dürfen ebenfalls keinen Besuch erhalten.

Um die Menschen in den besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe zu schützen müssen die aktuell geltenden Regeln zur Hygiene, zwingend beachtet werden (siehe weiter unten).

Das Besuchskonzept ist mit den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern abgestimmt.

Um die einzelnen Bewohnerinnen und Bewohner vor Infektionsrisiken zu schützen, rät die AWO Saarland dringend vor Wochenendheimfahrten ab. Sollte dennoch eine Wochenendheimfahrt stattfinden, muss sie gemäß der „Orientierungshilfe Heimfahrten" organisiert werden.

Die Besuchsregelungen im Einzelnen im Überblick:


- Feste Besuchszeiträume sind von der Einrichtung vorgegeben

- Die Besucherzahl ist so zu organisieren, dass die Abstandsregelungen sicher eingehalten werden können

- Besuche finden nicht in Kantinen, Cafeterien, allgemein genutzten Räumlichkeiten oder den Bewohner*innen vorbehaltenen Räumlichkeiten statt

- Besucher*innen werden am Eingang der Einrichtung schriftlich mit Kontaktdaten, Datum, Uhrzeit und Dauer des Besuchs registriert

- Besucher*innen werden am Eingang der Einrichtung nach dem eigenen Gesundheitszustand oder Kontakt mit Infizierten befragt

- Besucher*innen werden am Eingang der Einrichtung über Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen (Händedesinfektion, Abstandsgebot, Husten- und Niesetikette) anhand des Informationsblattes für Besucher*innen aufgeklärt und schriftlich auf deren Einhaltung verpflichtet

- Desinfektionsmittel und Hinweise zu deren Benutzung werden unmittelbar im Eingangsbereich der Einrichtung platziert

- Zusätzliche Mülleimer mit Deckel zur Entsorgung von Einmalartikeln sind aufgestellt

- Besucher*innen tragen während des gesamten Aufenthaltes in der Einrichtung einen selbst mitgebrachten Mund-Nase-Schutz

Auf den Mund-Nase-Schutz kann in den zur Verfügung gestellten Besuchsräumen verzichtet werden, wenn entsprechende Trennwände oder andere vergleichbare Schutzmaßnahmen vorhanden sind und gesundheitliche Gründe dies erfordern.


Das Besuchskonzept der AWO Saarland in den besonderen Wohnformen der Eingliederungshilfe finden Sie hier