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AWO Saarland News

Sonntag, 21. Juni 2020

Saarländischer Aktionsplan gegen Armut - AWO mahnt weiteren Handlungsbedarf an

AWO-Landesgeschäftsführerin Ines Reimann-Matheis: "Aktionsplan muss schnelle und spürbare Entlastung für Menschen in Armut bringen."

Am Mittwoch, den 17. Juni, wurde der bereits im Februar verabschiedete Zweite Aktionsplan gegen Armut der Öffentlichkeit vorgestellt. Die AWO Saarland hat als Mitglied des Beirats zur Armutsbekämpfung an der Erstellung des Aktionsplans mitgewirkt.

Zur Veröffentlichung äußert sich Ines Reimann-Matheis, Landesgeschäftsführerin der AWO Saarland, wie folgt:
,,Wir freuen uns, dass der Aktionsplan gegen Armutsbekämpfung gemeinsam mit der Landesregierung, den Kommunen, Behörden und Verbänden erarbeitet wurde. Er verfügt daher eine über eine breite Unterstützung, die hoffentlich auch die konkrete Umsetzung fördert. Wichtig für die von Armut betroffenen Menschen ist jetzt, dass dieser Aktionsplan schnelle Verbesserungen und materielle Erleichterungen bringt. Darüber hinaus mahnen wir an, dass an den noch offenen Punkten, wie die Unterstützung einer Kindergrundsicherung zügig und konstruktiv gearbeitet wird."

Bei der Erarbeitung des Aktionsplans war die Corona-Pandemie noch nicht absehbar, der Aktionsplan muss dementsprechend weiterentwickelt werden. Denn die Pandemie trifft gerade die Schwächsten der Gesellschaft an stärksten.

Die Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, erhalten in der Corona-Krise, im Gegensatz zu anderen Gruppen, keine zusätzliche staatliche Unterstützung. Stattdessen waren zum Beispiel Tafeln und Kleiderkammern geschlossen. Zudem ist für viele Kinder das warme Mittagessen in Schule und Kita ausgefallen.
Die AWO Saarland fordert daher eine 100 Euro monatliche Soforthilfe für Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind.

Gerade bei den existenzsichernden und familienpolitischen Leistungen sind weitergehende Regelungen erforderlich.