27 Aug. Sturzflut in Nepal: AWO International ruft zu Spenden auf
Sturzflut in Nepal: AWO International bereitet Nothilfe vor – die AWO Saarland bittet um Solidarität
Am Bhotekoshi im Norden Nepals hat eine Sturzflut ganze Dörfer weggerissen. Mindestens 177 Menschen sind tot, 826 werden vermisst, rund 10.000 sind betroffen. AWO International ist vor Ort und hat Hilfsgüter für 300 Familien im Lager – für den Transport braucht es jetzt Spenden.
Es dauerte nur Minuten. Am Mittwoch, 26. August 2026, schoben sich Wassermassen und Schlammlawinen den Bhotekoshi hinunter und überfluteten Dörfer und Siedlungen im Norden Nepals. Häuser, Straßen und Brücken wurden mitgerissen, wichtige Infrastruktur wurde zerstört. Die Bilanz einen Tag danach ist verheerend: Mindestens 177 Menschen haben ihr Leben verloren. 826 Menschen gelten offiziell als vermisst – Fachleute vor Ort gehen davon aus, dass es deutlich mehr sind. Rund 10.000 Menschen sind von der Katastrophe betroffen. Die nepalesische Regierung hat für drei Distrikte den nationalen Notstand ausgerufen und die internationale Gemeinschaft um Unterstützung gebeten.
Wer überlebt hat, hat oft alles verloren
Für die Überlebenden geht es jetzt um das Nötigste: sauberes Trinkwasser, Lebensmittel, eine sichere Unterkunft für die nächsten Nächte. Gebraucht werden außerdem Decken, Matratzen, Planen und Hygieneartikel. Diese Hilfe zu den Menschen zu bringen, ist die eigentliche Herausforderung. Rund 40 Kilometer Straße und zahlreiche Brücken sind zerstört, einige Orte lassen sich nur noch aus der Luft erreichen. Strom und Kommunikation sind vielerorts unterbrochen. Such- und Rettungsarbeiten laufen weiter – und das unter Bedingungen, die selbst gefährlich bleiben: Weitere Überschwemmungen und Erdrutsche drohen.
AWO International ist vor Ort
AWO International, das Fachreferat der Arbeiterwohlfahrt für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe, arbeitet seit vielen Jahren in Nepal und ist in der Region gut vernetzt. Die Mitarbeitenden im Länderbüro stehen im engen Austausch mit lokalen Behörden und anderen humanitären Organisationen und bereiten die Nothilfe vor. Ein entscheidender Vorteil in diesen Tagen: Im Büro in Nepal steht ein Warenlager für schnelle Nothilfe bereit. Mehr als 300 große Hilfspakete sind sofort verfügbar. Jedes Paket enthält Decken, Notmatratzen, eine Plane, Eimer und Wasserkrüge sowie Hygieneartikel. Zusätzlich lagern dort Großzelte, die als Notunterkünfte dienen können. Die Güter sind da – finanziert werden muss nun, was zwischen Lager und Familie liegt: der Transport in die abgeschnittenen Gebiete, die Versorgung mit Lebensmitteln und weitere Nothilfe.
„Nach einer Katastrophe zählt jeder Tag“
Mit diesen Worten wendet sich Ingrid Lebherz, Geschäftsführerin von AWO International, in ihrem Spendenaufruf an die AWO-Familie und die Öffentlichkeit. Jede Spende helfe dabei, Familien mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen und ihnen Schutz und Sicherheit zu geben.
Die AWO Saarland schließt sich diesem Aufruf an. Solidarität endet nicht an Landesgrenzen – sie ist der Kern dessen, wofür die Arbeiterwohlfahrt seit über hundert Jahren steht. Was wir im Saarland täglich in unseren rund 300 Einrichtungen und Projekten tun, folgt demselben Grundsatz wie die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen in Nepal: Menschen in Not nicht allein zu lassen und ihnen zu helfen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen.
Bitte unterstützen Sie die Nothilfe von AWO International in Nepal.
Ihre Spende zählt
AWO International
IBAN: DE87 3702 0500 0003 2211 00
SozialBank
Stichwort: Flut Nepal
Vielen Dank für Ihre Solidarität!