20 März AWO gegen Rassismus
AWO gegen Rassismus: Unsere Haltung ist nicht verhandelbar
Die Arbeiterwohlfahrt steht seit über 100 Jahren für Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit, Gleichheit und Toleranz. Diese Werte sind kein Lippenbekenntnis. Sie sind unser Auftrag. Und sie gelten für alle Menschen – ohne Ausnahme. Heute, am Internationalen Tag gegen Rassismus, wiederholen wir deshalb klar und unmissverständlich:
Rassismus hat in unserem Herzen keinen Platz. Weder in unserer Gesellschaft noch in unseren Ortsvereinen oder Einrichtungen.
AWO-Landesgeschäftsführer Jürgen Nieser betont eindrücklich: „Wir erleben eine Zeit, in der menschenfeindliche Positionen lauter werden. Rassistische Parolen, rechtsextreme Narrative und gezielte Desinformation drängen immer stärker in die Mitte der Gesellschaft. Was früher unsagbar war, wird heute relativiert, verharmlost oder sogar politisch instrumentalisiert. Das ist eine Entwicklung, die wir nicht hinnehmen. Denn Rassismus beginnt nicht erst mit Gewalt. Er beginnt im Alltag. In Aggressionen, in Vorurteilen, in scheinbar harmlosen Fragen wie „Woher kommst du wirklich?“. Er zeigt sich in Stereotypen, die Menschen auf Herkunft reduzieren. Und er wirkt strukturell. Wenn Menschen wegen ihres Namens, ihrer Hautfarbe oder ihres Kopftuchs schlechtere Chancen auf Wohnraum, Arbeit oder Teilhabe haben.“
Die AWO warnt vor dieser Entwicklung: Für Millionen Menschen in Deutschland ist das tägliche Lebensrealität. Gleichzeitig sehen wir: Der Übergang von Vorurteil zu Hass und schließlich zu Gewalt ist fließend. Rechtsextreme Bewegungen arbeiten gezielt daran, Ausgrenzung zu normalisieren, um Hass salonfähig zu machen. Dem stellen wir uns entschieden entgegen.
„Als AWO ist für uns klar: Menschenwürde ist unteilbar. Demokratie ist wehrhaft. Und Solidarität kennt keine Herkunft, keine Religion und keine Sexualität. Wir lassen nicht zu, dass Integrationsangebote infrage gestellt, Vielfalt abgewertet oder Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Wir widersprechen: Im Alltag, im Beruf und in der Öffentlichkeit. Wir stehen an der Seite derjenigen, die von Rassismus betroffen sind. Und wir machen deutlich: Schweigen ist keine Option.“, bilanziert AWO-Landesgeschäftsführer Andreas Jodko.
Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „AWO gegen Rassismus – AWO für Vielfalt“ setzt die AWO Saarland gemeinsam ein sichtbares Zeichen. In Saarbrücken und im ganzen Land engagieren sich Ehrenamtliche und Mitarbeiter*innen für eine offene, solidarische und demokratische Gesellschaft.
Wir sind viele. Wir sind laut. Und wir sind klar in unserer Haltung und in unserem Herzen.
AWO für Vielfalt. AWO gegen Rassismus.
Für eine Gesellschaft, in der Vielfalt Stärke ist. Für ein Miteinander, das auf Respekt und Menschlichkeit basiert. Für unsere Demokratie.