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Neue Wege – Rückfallvorbeugung für sexuell Übergriffige

Rueckfallvorbeugung für sexuell übergriffige Minderjährige und Jugendliche - Neue Wege

Neue Wege – Rückfallvorbeugung für sexuell Übergriffige

Rückfallvorbeugung für sexuell übergriffig gewordene minderjährige Jugendliche

Die Beratungsstelle Neue Wege unterstützt kostenlos mit Therapie- und Beratungsangeboten bei sexualisierten Grenzverletzungen, Übergriffen und sexuellem Missbrauch durch Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren. In besonderen Fällen ist auch eine Aufnahme von Kindern ab 12 Jahren möglich. Die Beratung und Therapie bezieht Angehörige und Bezugspersonen in die Arbeit mit ein.

Ein Drittel aller sexuellen Misshandlungen erfolgt durch Personen, die jünger als 21 Jahre sind. Über 50 Prozent der erwachsenen Sexualstraftäter berichten, dass sie als Kinder oder Jugendliche, meistens im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, begonnen haben, zu missbrauchen. Sexuell gewalttätige Kinder und Jugendliche sind vornehmlich Jungen. Sie finden ihre Opfer unter anderem im familiären Umfeld, in der Schule und in der Nachbarschaft. Die Gefahr ist groß, dass kindliche und jugendliche Misshandler ihr gewalttätiges Verhalten wiederholen und intensivieren. Sie hören selten von alleine auf, wenn sie keine nachhaltigen Konsequenzen erfahren und behandelt werden. Deshalb brauchen sie Hilfe und ihre Angehörigen benötigen Beratung.

Wir helfen mit einer Ersteinschätzung in Zusammenarbeit mit Institutionen, Angehörigen bzw. Bezugspersonen, vier bis fünf probatorischen Einzelsitzungen mit dem Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen und beraten im Anschluss daran mit allen Beteiligten über das weitere Vorgehen, bieten therapeutische Angebote in der Einzelfall- und Gruppenarbeit sowie Elternarbeit und orientieren Einrichtungen und Institutionen der Jugendhilfe mit unserer Fachexpertise.

 

Unsere Ziele:
Im Rahmen unseres Hilfsangebotes sollen die sexuell gewalttätigen Jungen lernen, mit ihren Aggressionen und ihrer Sexualität in einer verantwortungsbewussten, nicht schädigenden Art umzugehen.
Dadurch soll ihnen eine positive Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht und weitere Taten verhindert werden. Im Zuge der Beratung und/oder Therapie setzt umgehend die Umsetzung eines Sicherheitsplans an, um weitere Übergriffe zu verhindern und Rückfälle zu vermeiden.

Da in Fällen von sexuellen Grenzverletzungen, Übergriffen und sexuellem Missbrauch oftmals auch die Bezugspersonen und Angehörigen belastet sind, unterstützen wir auch diese Personen in Form von Gesprächen oder durch Vermittlung an geeignete Stellen.

Opfern, die noch unversorgt sind, raten wir grundsätzlich zu einer entsprechenden Anbindung an eine spezialisierte Beratungsstelle bzw. zu einer therapeutischen Anbindung. Wir unterstützen gerne und stellen den notwendigen Kontakt her.

 

Die Schwerpunkte unseres Behandlungskonzeptes:

Im Rahmen der Untersuchung des Delikts beleuchten wir eigene Gewalterfahrungen, erkennen den individuellen Deliktkreislauf und decken Verleugnungsmuster auf.
Auf der Ebene der Sexualität informieren und klären wir über das Kennenlernen der eigenen Sexualität und die sexuellen Bedürfnisse auf.

Um die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern unterstützen wir bei der Verbesserung der Selbstwahrnehmung und Selbstkontrolle, beim Umgang mit Grenzen und beim Lernen von passenden Strategien in Krisensituationen. Die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen sollen eigene Ressourcen erkennen und einsetzen lernen sowie ihre sozialen Kompetenzen entwickeln und ausbauen. Auch das Übernehmen von Verantwortung wird im Rahmen der Behandlung gestärkt. Ein wichtiger Schritt in der Persönlichkeitsförderung ist schließlich die Entwicklung einer Empathie mit dem Opfer.

 

Unser Flyer zum Download

Kontakt zur
Beratungsstelle Neue Wege

Cornell Frenzer
Sekretariat
Karl-Marx-Str. 4
66111 Saarbrücken

E-Mail

  0681 / 85742510 

Jörg Hugo
Karl-Marx-Str. 4
66111 Saarbrücken

E-Mail

  0681 / 85742512

  0171 / 2075829