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Unternehmensgrundsätze der AWO Saarland

Grundsatzprogramm der Arbeiterwohlfahrt
Beschlossen auf der Sonderkonferenz November 1998 in Düsseldorf
Ergänzt durch Beschluss der Bundeskonferenz November 2005 in Hannover

Unsere Leitsätze

Die Arbeiterwohlfahrt kämpft mit ehrenamtlichen Engagement und professionellen Dienstleistungen für eine sozial gerechte Gesellschaft.
➔ Wir bestimmen – vor unserem geschichtlichen Hintergrund als Teil der Arbeiterbewegung – unser Handeln durch die Werte des freiheitlichdemokratischen Sozialismus: Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.
➔ Wir sind ein Mitgliederverband, der für eine sozial gerechte Gesellschaft kämpft und politisch Einfluss nimmt. Dieses Ziel verfolgen wir mit ehrenamtlichen Engagement und professionellen Dienstleistungen.
➔ Wir fördern demokratisches und soziales Denken und Handeln. Wir haben gesellschaftliche Visionen.
➔ Wir unterstützen Menschen, ihr Leben eigenständig und verantwortlich zu gestalten und fördern alternative Lebenskonzepte.
➔ Wir praktizieren Solidarität und stärken die Verantwortung der Menschen für die Gemeinschaft.
➔ Wir bieten soziale Dienstleistungen mit hoher Qualität für alle an.
➔ Wir handeln in sozialer, wirtschaftlicher, ökologischer und internationaler Verantwortung und setzen uns nachhaltig für einen sorgsamen Umgang mit vorhandenen Ressourcen ein.
➔ Wir wahren die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit unseres Verbandes; wir gewährleisten Transparenz und Kontrolle unserer Arbeit. ➔ Wir sind fachlich kompetent, innovativ, verlässlich und sichern dies durch unsere ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das gesamte AWO-Grundsatzprogramm finden Sie hier



AWO-Landeskonferenz am 01./02. September 2012 in Saarbrücken:
Marcel Dubois (42) ist neuer Vorsitzender der AWO Saarland. Er wurde auf der Landeskonferenz mit 90,1 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Saarbrücken-Stadt folgt auf Paul Quirin (78), der den Wohlfahrtsverband seit 1986 geführt hatte.
Dubois, verheiratet und Vater einer Tochter (5), ist hauptberuflich Prokurist beim Energie- und Wasserversorger KEW in Neunkirchen. Der neue Vorsitzende will die AWO kontinuierlich weiterentwickeln, die Arbeitsplätze ihrer rund 5200 Beschäftigten sichern und dem Verband durch das Werben junger Mitglieder neuen Schub geben. Für Paul Quirin, er zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde, gab es die höchste Ehrung des AWO-Bundesverbandes: Bundesvorsitzender Wilhelm Schmidt verlieh ihm die Marie-Juchacz-Medaille. Die rund 300 Delegierten im Congresszentrum Saarbrücken verabschiedeten eine Reihe von Anträgen zur Sozialpolitik, Kinder- und Jugendarbeit, Altenhilfe und Behindertenhilfe. Zugleich wurde die neue Mitglieder- Werbekampagne „Mach MitMensch“ gestartet.
Die rund 300 Delegierten im Congresszentrum Saarbrücken verabschiedeten eine Reihe von Anträgen zur Sozialpolitik, Kinder- und Jugendarbeit, Altenhilfe und Behindertenhilfe. Zu Dubois Stellvertretern wurden Dr. Roland Märker, Horst Moser, Heidrun Möller und Marlene Weinmann gewählt. Schriftführer ist weiterhin Josef Wölfl. Beisitzer sind Lothar Gross, Waltraud Trauthwein, Wolfgang Gelff, Waltraud Groneberg-Steiger, Inge Lehmann, Sonja Redel, Claudia Wagner, Hans Martin und Ingrid Klauck.



AWO-Bundeskonferenz beschließt Forderungen der AWO Südwest gegen Altersarmut
Was zuvor bereits die AWO-Landeskonferenz in Saarbrücken als Leitantrag zur sozialen Sicherung von älteren Menschen beschlossen hatte, überzeugte auch die AWO-Bundeskonferenz in Berlin 2012. Mit deutlicher Mehrheit verabschiedete der AWO-Bundesverband die gemeinsam erarbeiteten Forderungen der AWO Südwest, die eine wirksame Bekämpfung der Altersarmut anmahnen. „Trotz jahrzehntelanger Erwerbsarbeit drohen immer mehr Menschen in der Rente auf Sozialhilfeniveau abzurutschen. Wir fordern daher sofortige Maßnahmen zur Bekämpfung von Altersarmut“, erklärte der Landesvorsitzende Marcel Dubois. Wer ein Leben lang hart gearbeitet hat, dürfe im Alter nicht in Armut leben. „Dieser Grundsatz gehört zu den Eckpfeilern unseres Sozialstaates“, betonte Dubois. Die Rentenreformen seit 1999 hätten zu einer stetig wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich geführt. „Die Politik hat die Pflicht, dieser Entwicklung entgegenzuwirken und dafür zu sorgen, dass Reiche endlich einen sozial gerechten Beitrag leisten“, so der neue Landesvorsitzende. Auch Heidrun Möller, stellvertretende Landesvorsitzende und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialpolitik in der AWO Südwest, kritisierte die Aushöhlung der Sozialsysteme. Von wachsender Altersarmut seien vor allem Frauen betroffen, die gesellschaftliche Aufgaben wie Kindererziehung oder die Pflege Angehöriger wahrnehmen. Möller kündigte ein offensives Vorgehen an: „Wir kämpfen für echte paritätische Finanzierung der Rente, für gute Arbeit und für eine zukunftsfeste Absicherung gegen die  ebensrisiken Arbeitslosigkeit, Krankheit und Pflege.“ Gemeinsam mit den Bezirksverbänden Rheinland und Pfalz wird die AWO Saar auf der Bundeskonferenz im November in Bonn einen Leitantrag zur Altersarmut einbringen. Oberster Grundsatz ist dabei, dass die Rente der Sicherung des Lebensstandards dienen muss. Die Kernforderungen, die die Landeskonferenz verabschiedete und zu denen sich auch die AWO als Arbeitgeber verpflichtet, lauten:

•    Prekäre Beschäftigungsverhältnisse müssen zurückgedrängt werden.
•    Die sozialen Sicherungssysteme müssen armutsfest und zukunftssicher gemacht werden.
•    Die Rahmenbedingungen für die eigenständige Alterssicherung für Frauen müssen verbessert werden.
•    Paritätische Finanzierung der Rente – Privatisierung zu Lasten der Arbeitnehmer.