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AWO Saarland News

Dienstag, 14. Mai 2019

Vertrauen und Wertschätzung sind das Wichtigste

Der Organisationsberater Sebastian Purps-Pardigol hatte Spannendes zu menschlichem Verhalten aus der Perspektive der Neurowissenschaft zu berichten.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger und AWO-Landesgeschäftsführerin Ines Reimann-Matheis mit (v.l.n.r.) Dirk Frank (IANEO Solutions), Holger Wilhelm (AWO-Landegeschäftsführer; Tagungsmoderation), Christian Weber (Karlsberg Brauerei), Sebastian Purps-Pardigol, Thomas Otto (Arbeitskammer), Dr. Arnd Klein-Zirbes (Handwerkskammer) und Peter Selzer (PSD-Bank).

Landesvorsitzender Marcel Dubois konnte rund 200 Gäste zu der gemeinsamen Veranstaltung von AWO, Wirtschaftsministerium und Arbeitskammer im Saarbrücker „meetinn“ begrüßen. Fotos: Harald Kiefer/AWO

Fachtagung von AWO, Wirtschaftsministerium und Arbeitskammer zu „Kulturwandel im Unternehmen".

Vertrauen und Wertschätzung - das waren die beiden meistgenannten Begriffe bei der Fachtagung der AWO „Herausforderungen annehmen - Kulturwandel gestalten". Einhellige Meinung aller Beteiligten: Unternehmen können als Arbeitgeber am Markt auf Dauer nur dann erfolgreich sein, wenn alle an einem Strang ziehen, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter sich offen begegnen und gegenseitig vertrauen und wenn die Wertschätzung der Beschäftigten, nämlich Arbeitsbedingungen und Entgelt, stimmen.

Ein Highlight der zusammen mit dem Wirtschaftsministerium und der Arbeitskammer durchgeführten Veranstaltung war der Vortrag von Sebastian Purps-Pardigol. Der Hannoveraner Organisationsberater und Bestsellerautor („Führen mit Hirn") sprach über neurologische Aspekte und deren möglichem Nutzen für den Kulturwandel in Unternehmen. Anhand von Erkenntnissen aus der Hirnforschung stellte Purps-Pardigol dar, wie Potentiale im Kreis der Beschäftigten noch besser geweckt und somit auch die Zufriedenheit im Arbeitsalltag gesteigert werden können (mehr unter www.kulturwandel.org).

Anschließend berichteten Vertreter verschiedener saarländischer Unternehmen aus ihren Erfahrungen und diskutieren mit den Tagungsteilnehmern, wie Kulturwandel konsequent gestaltet werden kann. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, AWO-Landesgeschäftsführerin Ines Reimann-Matheis, Karlsberg-Geschäftsführer Christian Weber, Peter Selzer von der PSD-Bank, HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Arnd Klein-Zirbes, AK-Hauptgeschäftsführer Thomas Otto und Dirk Frank von IANEO Solutions - sie alle sich einig darin, dass der Wandel neue Herausforderungen mit sich bringt und man in den Unternehmen - nicht zuletzt auch auf Grund der sich verschärfenden Fachkräftemangels - gemeinsam mit den Beschäftigten neue Wege gehen muss. Praxisforen mit Beispielen zum Kulturwandel bei der AWO rundeten die Tagung ab.

„Wir leben in einer Zeit schneller Veränderungen: Digitalisierung, Globalisierung und demografischer Wandel sind Chancen und Herausforderungen zugleich", betonte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Anke Rehlinger. In diesem Zusammenhang spiele die Kultur, die in einem Unternehmen vorherrscht, eine große Rolle. „Ich stehe für eine Wirtschaftspolitik, die sowohl die positive Entwicklung der Unternehmen als auch das Wohl der Beschäftigten gleichermaßen im Blick behält. Ich bin davon überzeugt, dass motivierte und leistungsfähige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine wesentliche Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe sind", so die Ministerin.

„Wir wollen eine starke Arbeitgebermarke und ein guter Arbeitgeber mit innovativen Konzepten sein", hatte AWO-Landesvorsitzender Marcel Dubois zur Begrüßung der 200 Tagungsteilnehmer erklärt. Die AWO Saarland - heute sozialer Dienstleister mit knapp 200 Mio. Euro Umsatz, 5500 Beschäftigten und über 300 Einrichtungen - habe die vergangenen fünf Jahre „aktiv und nachdrücklich" zur Veränderung und Stärkung des Verbandes genutzt. „Kulturelle Veränderungen können jedoch nur nachhaltig sein, wenn wir immer wieder über den Tellerrand blicken und uns fragen, was andere machen und was wir daraus lernen können".