Startseite

AWO Saarland News

Freitag, 29. November 2019

Freie Fahrt für Freiwillige

Die Zentralstellen der Freiwilligendienste in Deutschland (BFD; FÖJ, FSJ) und ihre Träger (siehe Grafik) unterstützen die Forderung von Freiwilligen nach kostenfreien oder kostengünstigen ÖPNV-Tickets für alle Freiwilligen in den jeweiligen Bundesländern.

Rund 80.000 vorwiegend junge Frauen und Männer in ganz Deutschland engagieren sich pro Jahr in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) oder einem Bundesfreiwilligendienst (BFD). Um zu ihrer Einsatzstelle zu gelangen, nutzen viele Freiwillige die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bus und Bahn. Das Ticket müssen sie meist selbst von ihrem Taschengeld (maximal 402 Euro) bezahlen. Um sich nachhaltig für unsere Gesellschaft einsetzen zu können, sind die Freiwilligen auf möglichst kostengünstige oder kostenlose ÖPNV-Tickets angewiesen.

Busse und Bahnen sollten so günstig wie möglich für die Freiwilligen nutzbar sein. Das ist längst nicht überall der Fall. Deshalb werden sie mit der Kampagne #freiefahrtfuerfreiwillige am Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember in digitalen Medien auf sich und ihre Forderungen aufmerksam machen.

Freiwillige müssen ihre Dienststelle erreichen und Freiwillige sollten möglichst umweltschonende Verkehrsmittel nutzen, so die Forderungen. Durch kostengünstige Tickets für Bus und Bahn erhält Freiwilliges Engagement mehr Wertschätzung in der Öffentlichkeit, zudem wird Interessierten der Zugang zum Freiwilligendienst erleichtert. Die Zentralstellen unterstützen deshalb das Anliegen der Freiwilligen und wollen deren Positionen sichtbar machen.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat letztes Jahr ihr Konzept für ein „Jugendfreiwilligenjahr" vorgelegt, in dem auch ein Zuschuss für den ÖPNV enthalten ist. Umgesetzt wurde diese Idee bisher nicht. Im Sinne der Freiwilligen und der Stärkung des gesellschaftlichen Engagements sollte die Bundesregierung den Worten nun Taten folgen zu lassen. Die Zentralstellen fordern daher von der Bundespolitik die Verbesserung der Rahmenbedingungen und die Stärkung der Wertschätzung für freiwilliges Engagement.